Arla und DMK Group planen Fusion

Entstehen soll die größte Molkereigenossenschaft in Europa.

Das dänisch-schwedische Molkereiunternehmen Arla Foods und die deutsche DMK Group wollen fusionieren. Das gaben die beiden Genossenschaften bekannt. Demnach soll eine gemeinsame Genossenschaft unter dem Namen Arla gebildet werden. Das fusionierte Unternehmen wäre ein Zusammenschluss von mehr als 12.000 Landwirten mit einem Pro-forma-Umsatz von insgesamt 19 Mrd. Euro. Ziel ist es, die „leistungsstärkste Molkereigenossenschaft Europas“ zu schaffen.

Als Hauptsitz ist Viby in Dänemark geplant. Der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende von Arla Foods, Jan Toft Nørgaard, soll in dieser Position verbleiben. Auch der Vorstandschef von Arla Foods, Peder Tuborgh, ist weiter für diese Funktion vorgesehen. Sein Pendant bei der DMK Group, Ingo Müller, soll zum Executive Vice President berufen werden, um die Integration nach der Fusion zu leiten.

Im Geschäftsjahr 2024 lag der Gesamtumsatz der Arla-Gruppe bei 13,8 Mrd. Euro, verarbeitet wurden 13,7 Mrd. Kilogramm Milch. Insgesamt hat die Genossenschaft 7.600 Eigentümer und 21.900 Mitarbeiter. Bei der DMK Group belief sich der Umsatz im vergangenen Jahr auf 5,1 Mrd. Euro. Bei einer Milchmenge von 5,3 Mrd. Kilogramm und 4.600 Eigentümern sowie 6.800 Mitarbeitern ist sie Deutschlands größte Molkereigenossenschaft.

Bis Ende des Jahres unter Dach und Fach

Der Fusion müssen nun die Vertreterversammlungen der Genossenschaften zustimmen, denen der Fusionsvertrag im Juni 2025 vorgelegt werden soll. Zudem bedarf es der Genehmigung der Behörden, die von den Unternehmen Ende 2025 erwartet wird.

Arla und DMK verbindet bereits seit etwa zehn Jahren eine gemeinsame Kooperation in ihrem Joint-Venture-Unternehmen ArNoCo. „Dieser Zusammenschluss ist eine natürliche Fortsetzung unserer starken Zusammenarbeit und kommt den Verbrauchern, unseren Landwirten und deren Milchpreis zugute“, betonte Tuborgh bei der Verkündung der Fusionsabsicht. „Durch die globale Reichweite von Arla können wir Verbraucher und Kunden außerhalb unserer derzeitigen geografischen Reichweite erreichen und gleichzeitig unsere Widerstandsfähigkeit stärken“, begründete Müller den geplanten Schritt.