Blauzunge: Tierimpfungen in Baden-Württemberg notwendig

Das baden-württembergische Agrarministerium hat die Landwirte im Land dazu aufgerufen, ihre Rinder, Schafe und Ziegen freiwillig gegen das Blauzungenvirus (BTV) der Serotypen 4 und 8 zu impfen.

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Wie Ressortchef Peter Hauk am 21. November in Stuttgart erklärte, soll damit der BT-Freiheitstatus langfristig sichergestellt werden. Im benachbarten Frankreich seien BT-Ausbrüche einer neuen Variante des Serotyps 8 in mehr als 1.300 Betrieben in 20 Departements gemeldet worden. Die Krankheit verbreite sich dort aktuell in nordöstliche Richtung und habe bereits die Schweiz erreicht. Die derzeit verfügbaren BTV-8-Impfstoffe wirkten auch gegen diese neue Variante. „Um einem erneuten Ausbruch bestmöglich vorzubeugen, wurde Baden-Württemberg in drei Impfzonen mit unterschiedlich hoher Bezuschussung eingeteilt, um in besonders eintragsgefährdeten Bereichen durch eine höhere Bezuschussung der Impfungen eine möglichst hohe Impfquote zu erreichen“, sagte der Minister. Das Land und die Tierseuchenkasse unterstützten auch weiterhin finanziell die Schutzimpfung gegen die Blauzungenkrankheit.

Hauk räumte ein, dass die bisher in Deutschland verwendeten BTV-4- und BTV-8-Impfstoffe nicht gegen den in den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen neu aufgetretenen BTV-3 wirkten. Dagegen gebe es noch keinen Impfstoff. Deshalb bestehe das Risiko einer Verschleppung. Ein erneuter Ausbruch der Blauzungenkrankheit hätte schwerwiegende Folgen für die tierhaltenden Landwirtschaftsbetriebe im gesamten Bundesland, warnte der Ressortchef. Dann müssten nämlich Restriktionszonen mit einem Mindestradius von 150 Kilometern eingerichtet werden.