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Den Futtertisch sanieren

Ohne einen entsprechenden Oberflächenschutz wird der Beton im Fressbereich eines Futtertisches über die Jahre zunehmend uneben und unhygienisch. Ursächlich hierfür sind in erster Linie organische Säuren aus Futtermitteln, die in der Milchviehfütterung eingesetzt werden. Mit welchen Möglichkeiten Sie dem begegnen können, erfahren Sie hier.


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 4/2022 der Milchpraxis.


Einen hohen Anteil an Säuren haben Silagen, aber auch Säuren oder Säuremischungen, die den Mischrationen z. B. zur Stabilisierung bei warmen Außentemperaturen zugegeben werden, können den Futtertisch zusätzlich beanspruchen. Säuren bewirken, dass die Kalkbestandteile aus dem Beton gelöst und so mit der Zeit abgetragen werden. Dies ist selbst bei sogenanntem säurebeständigem Beton der Fall, da auch dieser, wenn auch in reduziertem Anteil, Kalk enthält. Hinzu kommen mechanische Beanspruchungen durch Geräte und die Zunge der Tiere sowie deren Speichel. Die Folge sind offenporige Oberflächen, die rau und schlecht zu reinigen
sind, wodurch Hygiene und Futteraufnahme leiden.

Durch Säuren aus Silagen wird Beton angegriffen. Die Folge sind raue und schlecht zu reinigende Oberflächen, in denen sich Speichel vermischt mit Futterresten festsetzt, wodurch Hygiene und Futteraufnahme leiden können. Fotos: Glatz-Hoppe

Ziel: Ebene, hygienische und leicht zu reinigende Oberfläche

Sind beim Neubau keine Schutzmaßnahmen ergriffen worden oder ist die Oberfläche trotzdem rau und angegriffen, ist eine Sanierung des Betons am Futtertisch bei entsprechenden Schäden empfehlenswert. Ziel ist es, mit geeigneten Materialien eine ebene, hygienische, leicht zu reinigende Oberfläche wiederherzustellen. Der Wiederaufbau eines verschlissenen Futtertischs wird in mehreren Arbeitsschritten vollzogen.

Wie groß der zu sanierende Bereich ist, hängt von der Art der Futtervorlage und von der zur Verfügung stehenden Zeit für die Maßnahme ab. Wird Futter einmal täglich vorgelegt, ist die Sanierung in der Regel im Bereich von etwa 1,5 m vom Fressplatz aus in Richtung der Mitte des Futtertischs sinnvoll. Werden mehrmals täglich kleine Mengen gefüttert, kann der Bereich entsprechend kleiner sein, der Übergangsbereich zum Beton des Futtertischs sollte aber ausreichend mit einkalkuliert werden. Soll während der Sanierung an gegenüberliegenden Fressplätzen Futter ausdosiert werden, ist die Spurbreite des Schleppers bzw. Futtermischwagens bei der Breite der Sanierungsfläche mit einzubeziehen.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Milchpraxis Ausgabe 4/2021.

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