Experten schlagen Alarm: Jedes 3. Kalb unterversorgt!

Eine deutschlandweite Auswertung von Boehringer Ingelheim zeigt: Eins von drei Kälbern ist unzureichend mit Antikörpern aus dem Kolostrum versorgt. Das bedeutet: Jedes dritte Kalb startet mit einer ungenügenden Immunabwehr ins Leben und damit mit massiv erhöhtem Risiko für Durchfall- und Atemwegserkrankungen. Auch eine aktuelle Studie* aus Frankreich bestätigt dieses Ergebnis.

Die Untersuchung erfolgte im Rahmen eines kostenlosen Diagnostik-Checks in diesem Sommer, bei dem der Gesamteiweißgehalt im Blut als Indikator für ein gutes Kolostrummanagement genutzt wurde. Nur bei einem Blutwert von über 58 g/l Gesamteiweiß in den ersten Tagen nach der Geburt gilt ein Kalb als gut versorgt. 94 % der Teilnehmer gaben an, ihre Kälber routinemäßig nie zu testen, während die Messung der Kolostrumqualität bereits weit verbreitet sei.

Kolostrummanagement
Die Studie betont nochmal die Rolle des Kolostrums für Kälber (Bildquelle: Boehringer Ingelheim).

Die Experten fordern ein regelmäßiges Monitoring der Kälbergesundheit und empfehlen:
• Kolostrummanagement jährlich überprüfen
• Zeitpunkt, Menge Qualität und Hygiene der Kolostrumgaben optimieren
• Kälber in den ersten drei Lebenstagen auf Gesamteiweiß testen
• Mutterschutzimpfung und Grippeimpfung nutzen.

Ein starker Hebel zur Verbesserung des Immunstatus des Kalbes liege in der Mutterschutzimpfung von Boehringer Ingelheim. Sie werte das Kolostrum gezielt mit maternalen Antikörpern gegen das Rota-, Coronavirus, und E.coli auf und fördere so die Kälbergesundheit. Denn: Gesunde Kälber von heute sind die leistungsfähigen Milchkühe von morgen.

Weitere Informationen unter www.vetmedica.de

*Studie: Bolon A., Intérêt d’une approche globale de la préparation au velage pour l´amélioration de la qualite colostrale dans le cadre de la mise en place d’une vaccination contre les diarrhées neonatales du veau avec le FENCOVIS. EBC (2025) Nantes, France.

Quelle: Pressemitteilung Boehringer Ingelheim vom 17. November 2025