Denken Landwirte an das Atmungssystem der Kuh, haben sie vor allem Infektionen von Kälbern und Mastrindern vor Augen – aber auch Milchkühe können an infektionsbedingten Atemwegserkrankungen erkranken. Eine regelmäßige Kontrolle der Herde auf Anzeichen von Problemen mit den Atemwegen lohnt sich.
Der Atmungsapparat beginnt beim Rind in den oberen Luftwegen ab dem Flotzmaul, zieht sich über die Nasengänge und die Nebenhöhlen über den Kehlkopf entlang der Luftröhre über die Bronchien in die Lunge. Von der Atmung äußerlich sichtbar sind neben den Nasenlöchern am Flotzmaul, vor allem die Atembewegungen des Brustkorbes und der Bauchwand. Durch die Beobachtung dieser Bereiche, lässt sich bereits eine Menge an Informationen gewinnen, ohne dass man gezwungen ist mit dem Stethoskop die Lunge abzuhören. Um die Atmung einer Milchkuh beurteilen zu können, lohnt es sich die Atemfrequenz, den Atemtyp, den Atemrhythmus und die Atemintensität unter die Lupe zu nehmen (siehe Tabelle).
| Definition | Merkmale | |
| Atemfrequenz | Anzahl der Atemzüge | 24-36/min |
| Atemtyp | Atembewegung des Brustkorbs und der Bauchdecke (Relation) | Kostal, abdominal, gemischt |
| Atemrhythmus | Relation aus Dauer der Ein- und Ausatmung | Ein- oder Ausatmung verkürzt, verlängert, gemischt, ggf. Atempausen |
| Atemintensität | Tiefe der Ein- und Ausatmung | oberflächlich, mgr/hgr vertieft, pumpend |
Im ersten Video ist ein liegendes Tier zu erkennen, welches eine gestreckte Kopf-Hals-Haltung mit einer deutlich erhöhten Atemfrequenz zeigt. Im zweiten Video sieht man ein Tier mit einer inspiratorischen Dyspnoe, das heißt die Einatmung ist verlängert. Zusätzlich zeigt das Tier im Atemrhythmus eine Atempause und die Atemintensität sowie die Frequenz sind erhöht. Bei der Auskultation ergibt sich ein geringgradiges tracheo-bronchiales Atemgeräusch bei der Einatmung. Dieses Tier hat einen schmerzhaften Prozess infolge eines Sturzes. Im Vordergrund ist zum Vergleich ein hochtragendes Tier mit normaler Atmung zu sehen. Die gezeigten Tiere befinden sich in tierärztlicher Behandlung






























