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Impfungen in der Milchkuhhaltung

Die Haltungsbedingungen und das Management auf Rinder haltenden Betrieben in Deutschland verbessern sich kontinuierlich. Trotzdem leiden und sterben noch zu viele Rinder an Krankheiten, die durch Viren, Bakterien, Protozoen oder Pilze ausgelöst werden. Neben den klassischen Infektionskrankheiten sind es aber vor allen Dingen die Faktorenkrankheiten, die die Tiergesundheit auf den Höfen bedrohen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie mit Impfstrategien auf jedem Hof die Tiergesundheit verbessert werden kann.


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 1/2021 der Milchpraxis.


Die Bedrohung der Tiergesundheit durch eine der klassischen Rinderseuchen wie z. B. die Maul- und Klauenseuche wird über die ständige Beobachtung ihrer Verbreitung in Ländern, in denen sie heimisch sind, und strenge Auflagen für die Einfuhr von Tieren und potenziell infektiösem Material minimiert. Die Gesundheit unserer Rinder wird vor allem durch neuartige (Beispiel: das Schmallenbergvirus) oder in Deutschland bisher nicht heimische Infektionserreger (Beispiel: das Blauzungenvirus) bedroht; auch in Deutschland vorkommende Erreger können Ausbrüche mit ungewohnt schwerem Krankheitsverlauf verursachen (Beispiel: Lungenentzündungen bei Milchkühen verursacht durch Mannheimia haemolytica).

Die größte Bedrohung für die Tiergesundheit geht aber zweifellos von „Faktorenkrankheiten“ aus, zu denen der Neugeborenendurchfall und die Enzootische Bronchopneumonie (Kälbergrippe) der Jungtiere und ein Teil der Mastitiden gezählt werden. Auch hier sind Viren, Bakterien und Protozoen beteiligt. Eine Faktorenkrankheit bricht aber erst dann aus, wenn zusätzlich zu den Erregern mehrere ungünstige tierbezogene (Genetik, Alter, Konstitution, Stress) und/oder umgebungsbezogene Faktoren (Zugluft, Stäube, mangelhafte Hygiene) zusammenwirken. Faktorenkrankheiten sind mit Schmerzen und Leiden verbunden und verursachen hohe wirtschaftliche Verluste über Behandlungskosten, Leistungseinbußen, den Tod von Tieren und nicht zuletzt den erhöhten Arbeitsaufwand. Für die Behandlung von Faktorenkrankheiten werden große Mengen Antibiotika eingesetzt. Alle diese Gründe sprechen für eine gezielte Bekämpfung der Faktorenkrankheiten in der Milchkuhhaltung.

Tabelle: Impf-Ampel für Milcherzeuger. „Leitlinie zur Impfung von Rindern und kleinen Wiederkäuern, 2. Auflage, Stand 01.01. 2022“ (https://stiko-vet.fli.de/de/empfehlungen/)
Tabelle: Interpretation der Symbole der Impf-Ampel bezogen auf die Impfung von Tieren („Leitlinie zur Impfung von Rindern und kleinen Wiederkäuern, 2. Auflage, Stand 01.01. 2022 (https://stiko-vet.fli.de/de/empfehlungen/)

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Milchpraxis Ausgabe 2/2022.

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