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Wissenschaftliche Begleitung des KälberKompass

Es gibt viel Neues beim KälberKompass!

Zu Beginn des Jahres hat der KälberKompass nach dem Motto “aus der Praxis – für die Praxis” begonnen.

Da aber Datenverarbeitung und Analyse immer viel Arbeit und zugleich Erkenntnisgewinn beinhalten kann, haben wir uns Unterstützung gesucht. Der Lehrstuhl für Tierhaltung und Haltungsbiologie der Justus-Liebig-Universität in Gießen, vertreten von Frau Professorin Dr. Uta König von Borstel mit Unterstützung von zwei Doktorandinnen, Jennifer Stiehl und Anna Lena Jäger, sind nun zum Team KälberKompass dazugestoßen.

Über Ihre Motivation zur Mitarbeit und der besonderen Attraktivität von Kühen können Sie hier in diesem Kurzinterview mit Jennifer Stiehl lesen.
Die Milchpraxis dankt an dieser Stelle für die Unterstützung und heißt Sie herzlich willkommen!

Milchpraxis: Was ist Ihre derzeitige Tätigkeit?

Jennifer Stiehl: Zurzeit arbeite ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorandin in der Abteilung Tierhaltung & Haltungsbiologie im Institut für Tierzucht & Haustiergenetik der Justus-Liebig-Universität Gießen. 

Milchpraxis: Wie sind Sie zum Kälberkompass dazu gestoßen?

Jennifer Stiehl: Es bestand bereits eine Zusammenarbeit zwischen dem KälberKompass-Projekt und meiner Professorin, aber dennoch bin ich dem Projekt erst kürzlich zugestoßen. Es gab mittlerweile einige Treffen und Seminare zwischen den Partnern und Beteiligten, bei denen ich als Mitarbeiterin zugegen war. Und als Rindermensch traf das Projekt bei mir natürlich sofort auf offene Ohren. 

Milchpraxis: Was versprechen Sie sich vom KälberKompass?

Jennifer Stiehl: Das Projekt ist sehr interessant und trägt viel Potenzial. Wir als Wissenschaftler können zum einen sehr viele Daten aus den Ergebnissen gewinnen, zum anderen vermute ich, dass wir weitere Stellschrauben finden, an denen Praktiker betriebsindividuell drehen und die Aufzucht ihrer Tiere optimieren können – in Hinblick auf die effektive Nutzung der späteren Milchkuh. Ich bin sehr gespannt und neugierig, sowohl auf die Ergebnisse als auch auf die Erfahrungen.

Milchpraxis: Was sind Ihre persönlichen Eigenschaften, die besonders gut in dieses Projekt passen?

Jennifer Stiehl: Es hört sich vielleicht abgedroschen an, aber hier ist Kommunikation das A & O. Natürlich muss jeder Beteiligte eine gewisse Motivation mitbringen um so ein Projekt durchzuführen, aber ich bin sicher, dass alle diese haben – jeder aus eigenen persönlichen Beweggründen. 

Es entstanden bisher mehrere Arbeitskreise mit unterschiedlichen Aufgaben, und diese müssen einfach zusammenarbeiten und sich austauschen. Wir müssen strukturiert arbeiten um den Überblick zu behalten. Meetings u.ä. sind Corona bedingt derzeit leider nicht möglich, dennoch suchen wir regelmäßig das Gespräch untereinander und halten uns auf dem Laufenden. 

Die Landwirte und die Betriebsleiter haben mit dem Fragebogen viel Arbeit – das wissen wir. Besonders dann, wenn eine klare Dokumentation bislang noch nicht so umfangreich im eigenem Betrieb durchgeführt wurde. Und wir sind allen teilnehmenden Betrieben deshalb umso dankbarer für ihre Mühe und Mitarbeit. Es hat u.a. etwas mit Respekt zu tun, alle Daten und persönliche Gespräche vertraulich zu behandeln. Für mich ist nur ein offenes Ohr, Informationsaustausch und ehrliche Kritik (die positive wie auch die negative!) zielführend.

Milchpraxis: Was mögen Sie an Kühen besonders? 

Jennifer Stiehl: Ich komme vom Hof und habe daher von klein auf gelernt, dass Landwirtschaft und die Arbeit am Tier schon immer mehr als bloßes Einkommen ist. Geht es unseren Tieren schlecht, dann geht es ebenso der Familie schlecht. Das ist einfach so, wenn man eng mit Tieren lebt und arbeitet. Rinder begeistern mich unter den Nutztieren besonders. Das geht von ihrer Verdauung, über die (Nutz-)Leistung, bis hin zur gesundheitlichen Regeneration und auch Stabilität.

Kontakt: jennifer.stiehl@agrar.uni-giessen.de

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