Klimaschutz durch Weidewirtschaft

In der Videoreihe „Wissen kompakt“ des Grünlandzentrums erklärt Experte Theis praxisnah, wie moderne Landwirtschaft zum Klimaschutz beitragen kann. Im ersten Teil steht die intensive Umtriebsweide im Fokus – eine bewährte Methode, um die Weidefläche optimal zu nutzen und gleichzeitig hochwertiges Futter für Milchkühe zu erzeugen.

Bei der Umtriebsweide wird die vorhandene Fläche in kleinere Koppeln unterteilt. Die Kühe werden regelmäßig auf eine neue Koppel getrieben, je nach Wachstumsstadium des Grases, Herdengröße und Bodenbeschaffenheit. Idealerweise erfolgt der Weidewechsel im Zwei- bis Drei-Blatt-Stadium des Grases. Nach ein bis drei Tagen, wenn ein Weiderest von etwa fünf Zentimetern verbleibt, zieht die Herde weiter.

Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: Die Weiden haben genug Zeit zur Regeneration, was zu dauerhaft hochwertigem Futter führt – ganz ohne zusätzliche Ernte- oder Futterkosten. Die Tiere holen sich ihr Futter selbst, was Maschinen- und Kraftstoffeinsatz reduziert. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch das Klima.

Ein weiterer Vorteil: Studien zeigen, dass Umtriebsweiden nachweislich mehr Kohlenstoff im Boden speichern als andere Weideformen – ein echter Pluspunkt in Sachen Klimaschutz.

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