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Liebe Rinderbegeisterte,
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statistisch gesehen ist nahezu jede vierte Kuh in Deutschland lahm – so jedenfalls nach einer Erhebung aus dem Jahr 2020. Was ist der Zielwert in ihrem Betrieb, untersuchen Sie den Lahmheitsgrad in ihrer Herde und wenn ja, wie?
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Lahmheiten bedeuten immer Schmerzen für das Tier und damit auch ökonomische Verluste. Es werden Gesamtkosten von 130 bis 600 € pro Lahmheitsfall kalkuliert. Dies bedeutet einen Verlust von ungefähr 5 bis 10 % des Jahresgewinns pro Kuh. Neben vielen verfügbaren digitalen Hilfsmitteln zur Lahmheitserkennung ist das aufmerksame Betrachten seiner Herde, sobald man im Stall arbeitet, unersetzbar.
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Wichtig und arbeitserleichternd ist es, nach einem Schema zu arbeiten und sich den Bewegungsapparat in seinem gesunden Zustand zu vergegenwärtigen. Dazu ein paar Stichworte.
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Erfahrungsbericht: Mycoplasma bovis erfolgreich begegnen
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Ein eindrucksvolles Beispiel für den Umgang mit M. bovis liefert eine Fresseraufzucht in der Lüneburger Heide. Landwirt Fabian Schmidt teilt seine Erfahrungen und zeigt, wie er seinen Fresseraufzuchtbetrieb heute erfolgreich vor dem Erreger schützt.
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Als erstes ist die Kuh beim Liegen und Aufstehen zu beurteilen. Als Stichworte dienen hier: Brust-Bauch-Lage, Vordergliedmaße unter Rumpf angewinkelt oder einseitig nach vorne ausgestreckt; Hintergliedmaße ebenso; Wechsel auf andere Seite ein- bis zweimal pro Stunde.
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Aufstehen geschieht durch Kraft aus den Hintergliedmaßen, kurzes Knien auf den Vordergliedmaßen und dann mit Hals und Rumpf Schwung nehmen. Abweichungen davon, z.B. langes Knien (auf den Karpalgelenken), das sogenannte Karpen oder hundesitzige Stellung sind Hinweise auf Lahmheiten.
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Bei der Beurteilung im Stand ist es wichtig, dass alle vier Beine gleichmäßig belastet werden. Tippeln oder deutliche Entlastung einer Gliedmaße sind Hinweise auf eine Lahmheit. Wichtig ist auch die Form der Rückenlinie – eine deutliche Krümmung ist Hinweis für eine Störung im Bewegungsapparat.
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Die Beurteilung in der Bewegung findet in vielen Betrieben schon standardmäßig statt. Hier ist der Lahmheitsscore nach Sprecher führend, der den Score 1-5 vergibt.
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- Note 1: lahmheitsfrei
- Note 2: leicht abnormaler Bewegungsablauf
- Note 3: geringgradig lahm
- Note 4: mittelgradig lahm
- Note 5: hochgradig lahm
Aber was tun mit der Erhebung? Auch hier gibt es Zielwerte:
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- Unter 10 % sollte der Anteil der Kühe sein, die eine Lahmheit mit dem Score 3 und mehr haben.
- Akzeptabel ist es, wenn 10-20 % der Kühe eine Lahmheit mit Score 3 und mehr haben.
- Alarmierend ist es, wenn mehr als 20 % der Kühe eine Lahmheit haben.
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Das Ziel für hochgradige Lahmheiten (Lahmheitsstufe 4 und 5) sollte sein, dass keine Tiere davon unbehandelt im Stall herumlaufen und dieser Grad der Lahmheit im Betrieb am besten auch gar nicht auftritt.
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Um das Auge auf Lahmheiten zu schulen, schauen Sie sich gerne das folgende Video an:
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Wer tiefer in die Thematik einsteigen möchte, kann das sehr gut zum Beispiel über den online Klauenkurs KlauenFitNet machen.
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Viel Spaß bei der Weiterbildung!
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Veranstaltungstipp:
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Grundlagenkurs Milchkuhfütterung nach GfE (2023) – verstehen und anwenden
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Der DLG-Arbeitskreis Futter & Fütterung hat die GfE-Empfehlungen aufbereitet. Im Seminar werden wichtige Kenngrößen und Zusammenhänge sowie Fragen zur Anwendung und zum Fütterungscontrolling erläutert. 7. bis 8. Juli 2026 im DLG-Testzentrum in Groß Umstadt
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640489 Frankfurt am Main
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