Milchhof Horsink „Bester Milcherzeuger Niedersachsens“

1. Platz Horsink aus Esche (Grafschaft Bentheim), Verleihung der Milchlandpreis „Goldene Olga“ in Bad Zwischenahn, 08.12.2023 Foto: Patrick Lux

Annika und Gerd Horsink aus Esche in der Grafschaft Bentheim haben es geschafft: Sie dürfen sich mit ihrem Hof „Bester Milcherzeuger
Niedersachsens 2023“ nennen. Das Ehepaar wurde am 8. Dezember 2023 im Rahmen der feierlichen Preisverleihung des 23. Milchlandpreises in Bad Zwischenahn von den Vorsitzenden der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN), Jan
Heusmann und Weert Baack sowie dem Niedersächsischen Landvolkpräsidenten Dr. Holger Hennies geehrt. Annika und Gerd Horsink erhielten die „Goldene Olga 2023“ und einen Geldpreis in Höhe von 3.500 Euro. Zudem kommt für ein Jahr die lebensgroße, goldene Kuh-Statue zu Gast
auf den Hof. Das Besondere daran: Bereits die Eltern von Gerd Horsink, Jutta und Heinrich Horsink, wurden vor genau 20 Jahren als bester Milcherzeuger Niedersachsens ausgezeichnet und konnten damals bereits einmal die „Goldene Olga“ für ein Jahr zu sich auf den Hof holen. An diesen Erfolg konnten Annika und Gerd Horsink als elfte Generation auf ihrem Familienbetrieb nun anknüpfen.

Der Gewinnerbetrieb im Portrait

Die Familie Horsink bewirtschaftet in Esche einen 140 Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb. Rund 85 Hektar der Flächen sind Ackerland, 55
Hektar werden als Grünland bewirtschaftet. Auf dem Hof werden 190 Milchkühe und 190 weibliche Nachzuchttiere gehalten. Die Herde erbringt eine im landesweiten Vergleich sehr gute Milchleistung von rund 11.600 Kilogramm pro Kuh. Die Milch wird an die in der Region angesiedelte Kooperative Milchverwertung Emlichheim-Laarwald-Wielen-Wilsum eG geliefert.

Der Hof Horsink folgt einem Masterplan

„Die Entwicklung des Betriebes Horsink folgt der Umsetzung eines Masterplanes, wie er im Buche steht“, so das gemeinsame Urteil der Jury. Alle Anlagen und Arbeitsabläufe seien optimal aufeinander abgestimmt. „Der Betrieb ist ein Paradebeispiel für nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft“, so das Zitat eines Gutachters.

Fachjury beurteilte die Kandidaten

Das Besondere am Milchlandpreis-Wettbewerb ist, dass sich die ausgezeichneten Milchkuhhalter nach ihrer Bewerbung einem mehrstufigen Beurteilungsverfahren unterzogen haben. Die Beurteilung der Kandidaten durch eine Fachjury richtet sich dabei grundsätzlich nicht nur nach den erreichten Zielen, sondern auch nach der Systematik der Umsetzung von Maßnahmen und der Planung von zukünftigen Schritten. Basis für die Beurteilung sind die vier Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie, Tierwohl und Soziales. Es geht zum Beispiel um den gesamten Bereich des Herdenmanagements mit Fütterung, Tierhaltung und Tiergesundheit. Ebenso wichtig sind beim Milchlandpreis auch die betriebswirtschaftliche Beurteilung des Hofes aufgrund der Betriebsergebnisse sowie die Bereitschaft der Betriebsleiter zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Damit wählt die LVN einen ganzheitlichen Ansatz in der Beurteilung, der bei der Vergabe derartiger Preise einzigartig ist. Prämiert wurden also die Top-Milcherzeuger Niedersachsens.

gekürzte Pressemeldung von Milchland Niedersachsen