Beitrag Drucken

Nacherwärmung bei der Silageentnahme vermeiden – aber wie?

Mit der Klimaerwärmung steigen auch die Anforderungen an die Futterkonservierung. Neue Siliermittel bzw. Milchsäurebakterienstämme können helfen, die aerobe Stabilität von Silagen zu verbessern.


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 1/2021 der Milchpraxis.


Die Nacherwärmungen stellen bei der Entnahme der Silagen in der Praxis oft ein Problem dar. Wie verhalten sich die verschiedenen Mikroorganismen bei höheren Temperaturen? Ist das Risiko von Nacherwärmungen bei der Sommersilagefütterung erhöht? Im Zuge einer Klimaveränderung sollten die verschiedenen Siliermittel deshalb auch bei höheren Temperaturen (30 bis 40 °Celsius) geprüft werden.

Silierdauer entscheidend für Nacherwärmungen

Auf Milchviehbetrieben in Brasilien und Italien untersuchten Gervasio et al. (2018), inwieweit der pH-Wert in den Silagen als Indikator für die Nacherwärmungen genutzt werden kann. Dazu wurden nach dem Öffnen der Silos Referenzproben gezogen und die Werte mit Werten in später gezogenen Proben verglichen. Obwohl teilweise noch kein Schimmelbefall festgestellt werden konnte, zeigte sich, dass eine Erhöhung des pH-Wertes um 0,25 Einheiten auf eine Nacherwärmung hindeutete. Die Silierdauer hatte einen großen Einfluss auf das Risiko von Nacherwärmungen. In Untersuchungen von Hünting et al. (2018), wo Silos nach zwei und sieben Wochen geöffnet wurden, war der Hefekeimbesatz nach der längeren Lagerdauer niedriger. Dadurch verbesserte sich die aerobe Stabilität nach dem Öffnen von 7,3 auf 10,0 Tage. Die Verfütterung der Maissilagen aus Hochsilos direkt nach dem Einsilieren im Vergleich zu Silos, die erst nach einer Lagerdauer von zwei Monaten geöffnet wurden, führte zu einem hohen Hefen- und Schimmelpilzbefall und kann nicht empfohlen werden. Zudem besaßen die länger gelagerten Silagen im Vergleich zu den direkt entnommenen Silagen eine bessere aerobe Stabilität.

Nacherwärmte Maissilagen wiesen nach zwei bis sechs Tagen nach der Entnahme einen höheren pH-Wert und Hefenkeimbesatz im Vergleich zum Entnahmetag auf. Dadurch fraßen Ziegen diese Silagen schlechter. Durch den Einsatz von chemischen Siliermitteln konnten die Nacherwärmungen vermindert und der negative Effekt auf die Futteraufnahme verhindert werden.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Milchpraxis Ausgabe 3/2021.

close

Verpassen Sie nichts!

Mit unserem Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über neue Inhalte.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.