Neue CowScout Cloud für digitale Langzeitanalyse der Kühe

Das neue CowScout Cloud von GEA ermöglicht cloudbasierte Langzeitanalysen von Tierdaten für fundiertere Entscheidungen im Herdenmanagement. Ergänzend zum bestehenden Halsband ist jetzt außerdem eine neu entwickelte Ohrmarke für CowScout Cloud erhältlich.

Mit CowScout Cloud bringt GEA eine neue Daten- und Analyseebene für das bewährte CowScout-System auf den Markt. Die Lösung speichert und verknüpft tierindividuelle Aktivitäts-, Wiederkau-, Fress- und Verhaltensdaten zeitlich unbegrenzt in der Cloud. Damit entsteht erstmals eine durchgängige digitale Datenhistorie pro Tier, und das über den gesamten Lebenszyklus einer Kuh. Für CowScout Cloud ist außerdem – ergänzend zum bestehenden Halsband – eine neu entwickelte Ohrmarke erhältlich.

Für CowScout Cloud wurden spezielle Ohrmarken entwickelt, welche Aktivitäts-, Wiederkau-, Fress- und Verhaltensdaten erfassen. (Foto: GEA)

Cloudbasierte Langzeithistorie als zentrale Neuerung

CowScout ist seit vielen Jahren in der Milchviehhaltung etabliert und liefert tierindividuelle Informationen zu Aktivität, Fress- und Wiederkauverhalten sowie Fruchtbarkeits- und Gesundheitsindikatoren. Was bisher fehlte, war eine Datenbasis, die unbegrenzt Erkenntnisse verknüpft und über mehrere Laktationen hinweg auswertbar macht.

Mit CowScout Cloud schaffen wir erstmals eine durchgängige, cloudbasierte Historie für tierindividuelle Sensordaten. Dadurch lassen sich Entwicklungen über den gesamten Lebenszyklus einer Kuh besser nachvollziehen und Auswertungen präziser auf das Herdenmanagement übertragen. Damit unterstützen wir Betriebe dabei, steigende Anforderungen an Tiergesundheit, Effizienz und professionelles Herdenmanagement besser zu erfüllen„, sagt Holger Siegwarth, Vice President Digital Solutions and Services bei GEA.

Veränderungen im Aktivitäts-, Wiederkau- oder Fressverhalten lassen sich nicht mehr nur kurzfristig beobachten, sondern über längere Zeiträume hinweg einordnen. So können Muster früher erkannt und Managemententscheidungen fundierter getroffen werden.

CowScout Cloud zentralisiert Daten und ermöglicht strukturierte Entscheidungen in Echtzeit für den gesamten Betrieb. (Foto: GEA)

Was das für den Stallalltag bedeutet

Für Landwirtinnen und Landwirte steht vor allem eine verbesserte Entscheidungsgrundlage im Vordergrund: Welche Tiere benötigen aktuell Aufmerksamkeit? Wo deuten Daten auf mögliche gesundheitliche oder fruchtbarkeitsbezogene Veränderungen hin? CowScout Cloud unterstützt dabei, solche Hinweise schneller und fundierter zu bewerten – durch zentrale Datenverfügbarkeit, präzisere Einordnung von Fruchtbarkeits- und Gesundheitsindikatoren sowie eine bessere Priorisierung im Tagesgeschäft. Der Aufwand für manuelle Tierbeobachtung kann dadurch reduziert werden. Damit ist CowScout Cloud sowohl für wachsende Betriebe als auch für Betriebe mit mehreren Standorten relevant.

Ergänzung im digitalen GEA Portfolio

CowScout Cloud ersetzt keine bestehenden Systeme, sondern ergänzt sie. GEA DairyNet bleibt das zentrale Herdenmanagementsystem, das betriebliche Prozesse und Managementinformationen bündelt. CowScout Cloud stellt darüber hinaus tierindividuelle Monitoring-Daten cloudbasiert bereit und kann in DairyNet sowie – abhängig von der jeweiligen Betriebsstruktur – in weitere digitale Managementsysteme integriert werden.

Verfügbarkeit, Systemvoraussetzungen und Preismodell

CowScout Cloud ist weltweit über das GEA Händler- und Servicenetzwerk erhältlich. Die Beratung, Installation und der laufende Service erfolgen über regionale Vertriebspartner und geschulte Techniker vor Ort.

Für den Betrieb werden die CowScout-Sensorik am Tier (Halsband oder neue Ohrmarke), passende Empfangs- und Systemtechnik im Stall, sowie ein Cloud- bzw. Softwarezugang benötigt. Bestehende CowScout-Installationen können auf die neue Generation aufgerüstet werden. Die Konfiguration wird individuell auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt.

Das Preismodell ist modular aufgebaut und richtet sich nach dem betriebsspezifischen Bedarf. Es kombiniert einmalige Investitionen in Sensorik, Systemtechnik und Installation mit laufenden Abonnements für cloudbasierte Datenanalyse, Software-Updates und Plattformfunktionen. Die konkrete Kalkulation richtet sich nach Herdengröße, Funktionsumfang und vorhandener Ausstattung und erfolgt über autorisierte GEA-Vertriebspartner.

Text: Pressemitteilung GEA, Juli 2026