Nutztiere im One-Health-System – zwischen Ressource, Risiko und Verantwortung

Nutztiere stehen im Zentrum komplexer Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Tier und Mensch. Sie tragen zur Ernährungssicherung bei, sind Teil globaler Stoffkreisläufe und zugleich mit aktuellen Herausforderungen wie Zoonosen, Antibiotikaresistenzen und Umweltauswirkungen verbunden.

Die HEF-Akademie widmet sich im Sommersemester 2026 diesen Zusammenhängen und beleuchtet die Rolle von Nutztieren im One-Health-System. Im Fokus stehen die Verflechtungen von Ressourcenmanagement, Gesundheit und Umwelt sowie daraus entstehende Zielkonflikte und Gestaltungsspielräume. In vier kompakten Online-Vorträgen geben Expertinnen und Experten Einblicke in zentrale Fragestellungen. Die Reihe richtet sich an Fachpublikum und interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen.

Zum zweiten Termin in der Reihe spricht Frau Prof. Dr. Friederike Ebner (TUM) am Donnerstag, den 11. Juni 2026, um 17:00 Uhr,
zum Thema „Zoonoserisiken entlang der Nutztierhaltung: Schnittstellen zwischen Tiergesundheit und Mensch“

Zwischen Stall, Lebensmittelkette und Umwelt gibt es immer wieder Berührungspunkte, an denen Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen übergehen können. Zoonosen gehören deshalb zu den zentralen Schnittstellen zwischen Nutztierhaltung und menschlicher Gesundheit. Gleichzeitig stehen sie zunehmend im Fokus öffentlicher und fachlicher Diskussionen. Doch wie groß ist das tatsächliche Risiko, das von landwirtschaftlichen Nutztieren ausgeht? Und werden die relevanten Zusammenhänge im One-Health-Kontext angemessen dargestellt? Infektionserreger können vom Tier auf den Menschen übertragen werden – über Lebensmittel, direkten Kontakt oder die Umwelt. Doch nicht jeder Nachweis eines Erregers bedeutet automatisch ein relevantes Risiko.

Link zur Anmeldung: https://eveeno.com/115128659

Mehr Informationen zur gesamten Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Quelle: Hans Eisenmann-Forum für Agrarwissenschaften, Technische Universität München