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Rekord der Bewerberzahlen beim Preis der Tiergesundheit 2020/21

Der „Preis der Tiergesundheit“ schließt mit einem neuen Rekord die Bewerbungsphase ab. Mit 88 Bewerbungen von Landwirtinnen und Landwirten aus Deutschland und Österreich wurde die Teilnehmerquote der letzten Preisverleihung bei Weitem übertroffen. Der von MSD Tiergesundheit ausgerichtete Preis wurde in der zweiten Runde um die Tierart Schwein sowie zwei neue Schwerpunkte beim Rind erweitert. Die meisten Bewerbungen sind mit 51 Betrieben für die Kategorie „Eutergesundheit“ eingegangen. 16 Bewerbungen entfallen auf „Tiergesundheit im Rindermastbestand“ und 21 auf „Saugferkelmanagement“.

Die teilnehmenden Betriebe haben keine Mühen gescheut und neben schriftlichen  Bewerbungen auch Bilder und Videos eingereicht. Die Qualität der eingereichten Konzepte ist insgesamt sehr hoch. „Wir sehen hier eine unglaubliche Vielfalt an Ideen und Konzepten. Jeder einzelne Bewerber hat sich intensiv damit auseinandergesetzt, wie er die Tiergesundheit und das Tierwohl in seinem Betrieb verbessern kann“, schildert Michael Kandert, landwirtschaftlicher Fachberater bei MSD Tiergesundheit, seine ersten Eindrücke nach den Betriebsbesuchen.

Wie werden die Sieger ausgewählt?

Im ersten Schritt wurden die Betriebe besucht, um objektive Daten anhand einer Checkliste zu erfassen. Diese Erkenntnisse werden dokumentiert, um sie für die unabhängige Expertenjury vergleichbar zu machen. Kommt ein Betrieb in die engere Auswahl, findet ein weiterer Besuch durch einen Vertreter der Jury statt. Die Preisverleihung findet im Frühjahr statt.

Milchpraxis: Wir möchten MSD Tiergesundheit ganz herzlich gratulieren, dass Sie mit dem Preis der Tiergesundheit anscheinend tatsächlich einen guten Ansatz gefunden haben, um mit den Landwirten in den Austausch zu treten und Sie zu motivieren. Sind Sie überrascht über die hohe Teilnehmerzahl?

MSD: Wir sind sehr begeistert über die hohe Anzahl der Bewerbungen! Mit 88 Bewerbungen konnten wir die letzte Zahl von 55 Bewerbern um ein gutes Drittel steigern. Dass wir mit dem Preis der Tiergesundheit eine Plattform gegründet haben, um dem Ideenreichtum und der Kreativität der Landwirtinnen und Landwirte Ausdruck geben zu können, freut uns sehr. Dies ist für uns auch ein großer Ansporn, unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie eine angemessene Preisverleihung zu organisieren.

Milchpraxis: Sie sprechen es gerade an. Seit einem Jahr hat Deutschland mit der Corona-Pandemie und deren Auswirkung zu kämpfen. Wie gehen Sie damit um, wenn es um die Frage von Betriebsbesuchen geht, Austausch innerhalb der Jury oder gar die Preisverleihung! Passiert das alles digital oder versuchen Sie mit entsprechenden Hygienekonzepten doch auch den Besuch vor Ort zu ermöglichen?

MSD: Die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten ist für uns oberstes Gebot. Wir haben ein Hygienekonzept erstellt, das bei allen Vor-Ort-Besuchen zuverlässig umgesetzt werden muss. Zudem gehen wir auch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Vorgaben der Arbeitgeber unserer Juroren ein. Dadurch verzögert sich der Prozess der Jury-Besuche ein wenig. Die Lösung liegt hier wie in vielen Bereichen derzeit dazwischen – äußerste Flexibilität, um auf regionale Besonderheiten und individuelle Bedürfnisse einzugehen mischen wir hier mit viel Begeisterung für die Sache an sich. Und ja, vielleicht wird es dann auch eine Hybrid-Veranstaltung, wenn es um die Preisverleihung geht.

Milchpraxis: Wir als Fachzeitschrift für Milcherzeuger sind natürlich besonders neugierig auf die Ideen in der Sparte Eutergesundheit! Können Sie uns da vielleicht ein paar Stichworte geben von Ideen, die Sie besonders faszinieren oder können Sie gar einen Trend erkennen?

MSD: Einen generellen Trend gibt es nicht. Es ist tatsächlich ein Trend zu individuellen Lösungen zu beobachten. Das heißt aber nicht, dass die individuellen Lösungen nicht übertragbar sind. Im Gegenteil, wir bemerken, dass der Preis der Tiergesundheit hier wie eine Kommunikationsplattform wirkt und viele Landwirte von den Präsentationen der einzelnen profitieren. Dafür versuchen wir auch noch im Nachgang zu sorgen, ein Netzwerk für die Teilnehmer zu schaffen, um so nachhaltig einen Prozess in Gang zu setzen, der letztlich zur Steigerung der Tiergesundheit im Ganzen führt. Sobald die Covid-19 Situation es zulässt, planen wir diesen Austausch zu stärken.

Milchpraxis: Wir wünschen Ihnen und der Jury auch für diese Phase sehr viel Erfolg und drücken allen Bewerbern die Daumen. Wir freuen uns, wie auch schon im letzten Jahr den Preis als Medienpartner begleiten zu dürfen und werden bald wieder berichten.