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Sommerration: Füttern ohne zu heizen

Die Rationsgestaltung erfordert im Sommer einige Anpassungen, um den Kühen die Thermoregulation möglichst angenehm zu gestalten. Wie die Fütterung in Hitzeperioden aussehen sollte, lesen Sie hier.


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 4/2022 der Milchpraxis.


Wie alle gleich warmen Tiere können auch Rinder über Thermoregulation auf äußere Einflüsse reagieren. Sie gleichen überschüssige oder fehlende Wärme mit ihrer Umwelt oder über ihr Verhalten und den Energiestoffwechsel aus. Rinder fühlen sich in einem Temperaturbereich von ungefähr 15 bis minus 15 °C am wohlsten. Hier können sie über die Hautdurchblutung den Wärmehaushalt problemlos regulieren. Bei lang anhaltenden Wärmeperioden von über 25 °C gelingt es den Kühen immer weniger, die überschüssige Wärme über die Haut abzustrahlen. Die Wärme muss zunehmend über Verdunstung durch Schwitzen und Atmen abgegeben werden. Das Problem ist: Wiederkäuer sind per se schlechte Futterverwerter und produzieren, insbesondere bei steigenden Fasergehalten im Futter, durch ihre Stoffumsetzungen in den Vormägen viel Wärme. Mit steigender Leistung muss die Verdaulichkeit der Nährstoffe zwar steigen und die Wärmeerzeugung je Produkteinheit sinkt, je Kuh nimmt die Wärmebelastung jedoch deutlich zu. Die Kühe reagieren sofort mit einer Begrenzung der Futteraufnahme und dem Selektieren von faserärmeren Rationsbestandteilen. Der Stress wird verstärkt, wenn neben der grenzwertigen Thermoregulation Sozialstress (z. B. Rangkämpfe, Überbelegungen, Krankheiten, Brunst, enges Fress-Tierplatz-Verhältnis), Leistungsstress (z. B. NEB, hohe Melkfrequenz, oxidativer Stress) und/ oder Bewirtschaftungsstress (z. B. Tierumstellungen, Transporte, Klauenpflege, Behandlungen, Tränkwasserzugang, Fliegenbefall) die Nutztiere belasten.

Zunächst ein Problem der Haltung

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind neben der Temperatur die Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Wind, wobei Temperatur und Feuchte bei Stallhaltung die wichtigsten sind. Von Bedeutung ist, dass kritische Temperaturen nicht konstant sind, sondern sich situationsbedingt ändern können. So sind Tiere zum Beispiel in Abhängigkeit von Leistung, Genetik und Alter unterschiedlich empfindlich. Insbesondere ist bei der Betrachtung von Hitzestress zu berücksichtigen, dass für die unterschiedlichen Klimazonen unterschiedliche Grenzwerte für Hitzestress gelten.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Milchpraxis Ausgabe 2/2021.

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