Vereinigte Tierversicherung: Schäden 2024 hoch wie nie

Die Tierseuchenlage in Deutschland hat dazu geführt, dass 2024 für die Vereinigte Tierversicherung (VTV) das teuerste Jahr ihrer Geschichte war. Wie das Versicherungsunternehmen aus der R+V Gruppe am Donnerstag (12.6.) weiter mitteilte, belief sich der Schaden der VTV-Kunden auf insgesamt rund 96 Mio. Euro; das waren 23 Mio. Euro mehr als im Jahr davor.

Verursacht worden seien die Schäden 2024 vor allem durch die grassierenden Tierseuchen. Afrikanische Schweinepest (ASP), Maul- und Klauenseuche (MKS), Blauzungenkrankheit (BT), Vogelgrippe (HPAI) und Bovines Herpesvirus (BHV) seien erstmals zeitgleich in Deutschland aufgetreten. Am stärksten zu Buche geschlagen habe die BT mit einem Schaden von insgesamt 30 Mio. Euro.

Die BT habe insbesondere die Wiederkäuerbestände in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Hessen getroffen. Für das jetzt laufende Jahr erwartet die VTV deutschlandweit wesentlich weniger BT-Ausbrüche. Denn viele Tiere seien inzwischen immun, entweder durch eine durchgemachte Erkrankung oder durch eine Impfung. In den östlichen und südlichen Bundesländern müsse aber noch mit vermehrten Ausbrüchen gerechnet werden.