Update Shamonda-Virus: Neues Rindervirus breitet sich aus

Die neu eingeschleppte europäische Variante des Shamonda-Virus (Shamonda-Virus /DE/2026) breitet sich bei Rindern in Deutschland weiter aus. Mittlerweile wurden Infektionen auch bei Rindern in Rheinland-Pfalz und Hessen durch das FLI bestätigt. Zudem zeigen erste Sequenzvergleiche, dass es sich bei den Fällen in der Schweiz und Frankreich um das gleiche Virus zu handeln scheint. Mit einer weiteren Ausbreitung ist zu rechnen.

Das Virus wird weiterhin als Shamonda-Virus (SHAV) bezeichnet, teilweise auch als Shamonda-like-Virus. Die Verwandtschaft zum bereits seit den 1960er Jahren bekannten Virus ist groß. Die aktuelle europäische Variante weist allerdings einige genetische Unterschiede zu den bisher bekannten SHAV in Afrika und Asien auf.

Der Zeitpunkt der Einschleppung des Shamonda-Virus nach Europa ist nach wie vor unklar, Untersuchungen dazu laufen. Mit weiteren Fällen, auch in anderen Bundesländern, ist zu rechnen.

Das FLI stellte den Veterinärlaboren der Bundesländer bereits Testprotokolle für die Diagnostik zur Verfügung. Dies ermöglicht die Erstuntersuchungen von Verdachtsfällen in den dafür zuständigen Landeslaboren.

Die wichtigsten Informationen über das neue Virus enthält der Steckbrief Shamonda-Virus (SHAV) des FLI. Einen ersten Erfahrungsbericht über einen Krankheitsverlauf in einer Milchviehherde lesen Sie HIER.

Text: auf Basis von Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Stand 18.08.2026