Der erste Grasschnitt – ein Höhepunkt im Landwirtschaftsjahr. Wie ist die Qualität des Grüns, das die Futtergrundlage für unsere Milchkühe liefert? Mit dieser Frage beschäftigen sich neben den Landwirt:innen auch Wissenschaftler:innen. Sie analysieren den Kreislauf von Nährstoffen und CO₂, entwickeln nachhaltige Modelle für die Milchviehhaltung und arbeiten u. a. an CO₂-Rechnern, mit denen Landwirt:innen ihren Emissions-Ausstoß analysieren können.

Kreisläufe schließen
Auf dem Staatsgut Grub geht es u. a. um die optimale Zusammensetzung des Futters. Eine wichtige Grundlage ist das Gras der umliegenden Wiesen. Es wird durch Milchsäuregärung als so genannte Silage konserviert und zu einem späteren Zeitpunkt verfüttert. „Gras ist eine wichtige Ressource, die wir erschließen müssen”, konstatiert Anton Dippold, Geschäftsführer der Bayerischen Staatsgüter und Sprecher für das Staatsgut Grub, im Podcast. „Ich selber kann Gras nicht verwerten. Die Wiederkäuer hingegen […] können das tun.” Marius Götz, Landwirt und Bereichsleiter Tier und Landwirt auf dem Staatsgut Grub, ergänzt: „Nachhaltigkeit ist, wenn wir so viel regionale Futtermittel wie möglich bei uns einsetzen und auch noch die Reststoffe aus der Gülle in unserer Biogasanlage zu Energie umwandeln können. Und am Schluss einen verlustarmen Kreislauf haben.”
Emissionen messbar machen
Dazu sagt Anton Reindl im Podcast: „Um sich überhaupt in der Nachhaltigkeit zu verbessern, sollte jeder wissen: Wo stehe ich und wo sind meine Stärken und Schwächen im Betrieb? Genau für diese Fragen ist unser CO₂-Rechner gedacht und gemacht.” So gibt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft den Landwirt:innen mit einem Online-Tool ein praktikables Werkzeug an die Hand, um die Emissionen abzuschätzen.
Neugierig geworden?
Mit dem Podcast-Team der Initiative Milch geht es in Folge #16 nach Bayern, um mehr über die Forschung zur Milch der Zukunft zu erfahren.






























