Zahl der Viehhalter weiter gesunken

In der niedersächsischen Viehhaltung geht der Strukturwandel weiter. Das belegen aktuelle Auswertungen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN). Demnach gab es am 3. November 2024 landesweit noch 3.900 Schweinehalter mit mindestens 50 Mastschweinen oder zehn Zuchtsauen, 3,4% weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Betriebe mit Mastschweinehaltung ging um 1,9% auf 3.500 zurück, die Zahl der Höfe mit Sauenhaltung um 6,7% auf 1.200.

Für den niedersächsischen Schweinebestand weisen die Statistiker hingegen ein minimales Wachstum aus. Am 3. November 2024 wurden landesweit 7,05 Millionen Schweine gehalten, etwa 0,1% mehr als zum entsprechenden Stichtag des Vorjahres. Besonders stark wuchs der Mastschweinebestand, und zwar um 3,5% auf 3,67 Millionen Tiere. Der Jungsauenbestand wurde um 2,5% auf 42.000 Tiere aufgestockt, während der Gesamtbestand an Zuchtsauen um 0,8% auf 358.700 und der Ferkelbestand um 3,0% auf 1,77 Millionen Tiere schrumpften.

Die Zahl der Milchviehbetriebe in Niedersachsen fiel laut dem LSN mit 7.248 am 3. November 2024 etwa 4,2% kleiner aus als zum Vorjahresstichtag. In der gesamten Rinderhaltung einschließlich der Milchviehhaltung verringerte sich die Zahl der Betriebe im Berichtszeitraum um 2,7% auf landesweit 18.116. Auch die Rinderherde wurde abgestockt. Landesweit wurden im November 2024 noch 2,23 Millionen Rinder einschließlich Milchkühen gehalten, 3,8% weniger als im Vorjahr. Der Milchkuhbestand wurde um 4,0% auf 752.508 abgebaut.

Die Schafhaltung in Niedersachsen befindet sich laut der Statistik ebenfalls in einem Schrumpfungsprozess. So wurden am Stichtag 3. November 2024 landesweit 5,2% weniger

Schafhaltungen mit mindestens 20 Tieren gezählt als ein Jahr zuvor. Die absolute Zahl der Betriebe wurde für beide Stichtage jeweils mit etwa 1.000 angegeben. Die verbliebenen Betriebe stockten außerdem ihren Tierbestand ab. Am 3. November 2024 wurden landesweit noch 159.000 Schafe gehalten, das waren 6,9% weniger als ein Jahr davor.